von Andy Vetterli | Sep. 15, 2026 | Gruss vom Pastor
Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wißt, daß die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. (Jak 1,2-3)
Eine gute Bekannte von uns nahm am vergangenen Sonntag am “Iron Man” Triathlon teil. Man schwimmt zuerst 3,2 Kilometer, dann fährt man 180 Kilometer mit dem Fahrrad und anschliessend rennt man noch 42 Kilometer. Der Sieger von 2024 schaffte die Strecke am gleichen Austragungsort in etwa 9 Stunden.
Unsere Bekannte ist keine Profisportlerin, aber sie wollte einmal sehen, ob sie diesen renommierten Wettkampf zu Ende bringen kann. Ich sah zwei Fotos von ihr während des Rennens: einmal auf dem Fahrrad, einmal beim Langstreckenlauf. Beide Male lächelte sie. Okay, für’s Foto. Aber immerhin konnte sie nach Stunden der Hochleistung noch immer lächeln. Sie erachtete es offensichtlich als Freude, durch diese körperlichen und mentalen Strapazen zu gehen. Vermutlich nicht, weil sie sich gerade besonders gut fühlte. Aber warum denn dann? Sie achtete auf das grosse Ganze, sah das Ziel vor Augen. Ein Ziel zwar, dass für die wenigsten von uns besonders attraktiv ist. Sie jedoch lernte während einem Jahr Vorbereitungszeit ausharren, durchhalten, innere und äussere Widerstände, Zweifel und Entmutigung (und zwei gebrochene Finger nach einem Fahrradsturz) zu überwinden. Und das waren ihr die ganzen Anstrengungen offensichtlich wert!
Auf ganz ähnliche Weise können wir mancherlei – ganz verschiedenartige – Anfechtungen und Prüfungen, die unser Herz beschweren, als Freude erachten. Wir bleiben nicht kleben in der gegenwärtigen Widerwärtigkeit, sondern erinnern uns und denken nach über den geistlichen Gewinn: die geistliche Reife, die Jesusähnlichkeit. In diesem Sinne, viel Freude in der kommenden Woche!
von Andy Vetterli | Sep. 8, 2026 | Gruss vom Pastor
Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt! ( Psa. 42:6)
John Piper schrieb ein Buch mit dem etwas sperrigen Titel: „Die reinigende Kraft eines Lebens im Glauben an die zukünftige Gnade“. Darin spricht er ein Problem an, das er die “Schuldner Ethik” nennt. Damit bezeichnet er die vorherrschende Ansicht, dass unser christliches Leben vor allem durch die Dankbarkeit der in der Vergangenheit empfangenen Gnade motiviert sein soll. Gott hat uns etwas gegeben, jetzt sind wir ihm etwas schuldig. Piper zeigt auf, dass die Bibel den Christen jedoch öfters mit dem motiviert, was er noch empfangen wird. Der motivierende Blick ist also in die Zukunft gerichtet.
Der Psalmist spricht hier ebenfalls davon, was er in der Zukunft empfangen wird. Und das gibt ihm Ruhe in der Gegenwart. Natürlich hat er dieses Vertrauen in die Zukunft, weil er in der Vergangenheit erfahren hat, dass Gott auch in Zukunft treu sein wird. So ist also beides wichtig. Vertrauen in zukünftige Gnade im Wissen um die Hilfe, die man in der Vergangenheit schon erfahren hat. Lass uns zu Beginn dieser Woche vertrauensvoll auf die zukünftige Gnade blicken!
von Andy Vetterli | Aug. 18, 2026 | Gruss vom Pastor
Wenn eine Axt stumpf ist und man die Klingen nicht schleift, so muß man um so mehr Kraft anwenden; aber durch Weisheit kommt man zum Gelingen. (Prediger 10,10).
Das Bild ist klar: wer sich unweise verhält, der hat viel mehr Mühe (der arbeitet sozusagen mit einer stumpfen Axt), als wer sich um Weisheit bemüht. Dabei ist Weisheit nicht in erster Linie Intelligenz. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit (Spr 9,10). Und die Furcht des Herrn ist kein Gefühl, sondern der feste Entschluss, nach Gottes guten Geboten zu leben. Jesus sagt einmal, nachdem er die Gebote Gottes erklärt hat, dass der kluge (weise) Mann sein Haus auf Felsen baut (Matth 7,24). Und auf Felsen bauen heisst, die Gebote Jesu (= die Gebote Gottes) nicht nur hören, sondern sie auch tun.
Das Gebot, sechs Tage zu arbeiten und einen zu ruhen, gehört zu Gottes Schleifmethoden. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der physischen Ruhe. Denn auch die Seele muss zur Ruhe kommen. Und das geschieht insbesondere dann, wenn die Gemeinde zusammen kommt, um sich gemeinsam erfüllen zu lassen von den kostbaren Wahrheiten der Erlösung. Darum sollte schon das alte Israel sich nicht nur ausruhen, sondern sich auch an die Erlösung aus der Sklaverei Ägyptens erinnern (5.Mose 5,15). Wie viel mehr sind wir aufgefordert, uns an die Erlösung aus der Sklaverei von Sünde, Satan und Tod zu erinnern? Lasst uns darum, wenn immer möglich, keinen Sonntag versäumen, Ruhe für den Körper und Ruhe für die Seele in der versammelten Gemeinde zu finden. Denn da ist der Auferstandene mit seinem Frieden (Joh 20,19.26)
von Andy Vetterli | Aug. 11, 2026 | Gruss vom Pastor
Die Heiligen, die auf Erden sind, sie sind die Edlen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe. (Psalm 16,3)
Christen lesen gerne Biographien von verstorbenen Gläubigen, die ihren Lauf mit Erfolg vollendet haben. Und das ist gut! Oft sind diese sehr ermutigend. Sie haben aber meistens auch einen kleinen Nachteil. Selten werden in solchen Schriften die Sündenmuster und Fehlverhalten dieser Glaubenshelden geschildert. Dabei wäre vielleicht gerade das auch ermutigend. Redet nicht selbst Paulus von seinem Kampf des Fleisches gegen den Geist? Vielleicht hat es damit zu tun, dass man nicht schlecht reden will über ein geistliches Vorbild. So scheint es aber, als ob die besten Heiligen alle längst tot sind. Doch David’s Freude konzentriert sich auf die noch lebenden Heiligen. An ihnen hat er seine Freude! Und das hat seinen Grund. Mit den Toten kann man nur sehr begrenzt Gemeinschaft haben. Es findet ein sehr einseitiger Austausch statt. Und der scheinbare Mangel an Unvollkommenheiten ist eine weitere Hürde.
Doch nichts ersetzt den anregenden Austausch unter lebenden Glaubensgeschwistern. Selbst Jesus – der eigentlich in Psalm 16 spricht – hat diese Gemeinschaft geschätzt und benötigt. Mit den Heiligen, die damals lebten, ass und feierte er, litt und betete er, und zu ihnen kam er nach seiner Auferstehung! Und das, obwohl er ihre Schwächen kannte. Er ertrug sie, korrigierte sie, aber immer mit der Liebe, die den Nächsten höher achtet, als sich selber. Denn für sie gab er sein Leben, damit sie, die Heiligen, letztlich für immer bei ihm sein und teil haben würden, an seiner Unsterblichkeit und Unverwüstlichkeit! Lasst uns ihm nacheifern und uns freuen an der Gemeinschaft untereinander. Im Wissen, dass auch wir einst einander für immer haben werden!
von Andy Vetterli | Aug. 4, 2026 | Gruss vom Pastor
So steht denn nun fest, ihr Brüder, und haltet fest an den Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder durch einen Brief von uns. (2 Thess 2,15)
Wir sind erwählt worden zur Errettung. Das geschah, bevor Gott die Erde geschaffen hatte. Der Heilige Geist war es, der diese Erwählung wirksam machte. Er tat es dadurch, dass er in uns den Glauben an die Wahrheit erweckte, als sie uns im Evangelium verkündig wurde. Das Ziel der Errettung ist es, dass wir so verherrlicht werden, wie Jesus Christus es war, als er von den Toten auferweckt wurde (2. Thess 2,13-14). Können wir etwas dazu beitragen? Ja, der Apostel erklärt es in Vers 15. Wir sind aufgefordert, standhaft zu sein und festzuhalten. Fest halten sollen wir die Überlieferungen der Apostel. Als die Apostel noch lebten, sprachen sie mündlich zu den Gemeinden, aber sie verfassten auch Briefe. Beides hatte die gleiche Autorität. Heute haben wir noch die Briefe (neben den übrigen Schriften des Neuen Testamentes). Offensichtlich reichen diese aus, um uns zur Verherrlichung Christi zu führen und um für jedes gute Werk völlig ausgerüstet zu sein (2.Tim 3,16). Lasst uns diese gesunde Nahrung regelmässig zu uns nehmen. Sie ist die Voraussetzung für gesundes Wachstum.
von Andy Vetterli | Juli 28, 2026 | Gruss vom Pastor
Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR geworden ist! Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün; auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen, und er hört nicht auf, Frucht zu bringen. (Jeremia 17,7)
Die Hitzewelle ist im Anmarsch! Sind wir bereit? Fenster öffnen und im rechten Moment wieder schliessen. Viel trinken. Kaltes Fussbad. Drinnen bleiben zur heissesten Zeit. Gartenarbeiten inklusive bewässern nur frühmorgens und spät abends. Abkühlen im See. Wir wissen langsam, wie wir uns zu verhalten haben, weil wir dieses Jahr nun doch schon einige Hitzetage hinter uns haben.
Immer wieder aber kommen auch Hitzetage anderer Art auf uns zu. Die Hitze unangenehmer Umstände. Versuchungen. Anfechtungen. Krankheiten. Auch auf sie können wir uns vorbereiten. Wie das geht, erklärt Jeremia: auf den HERRN vertrauen. Wie geht das? Werde dir bewusst, dass die Hitze nicht einfach zufällig in dein Leben hineinplatzt. Jesus lehrt uns, dass sie unter Gottes souveräner Führung kommt (Matth 10,29-31). Vertraue ihm, dass die Hitze nicht heisser wird, als du sie ertragen kannst. Denn er schafft die Hitze und löst sie auch wieder auf (1.Kor 10,13). Mache den Herrn zu deiner Zuversicht. Diese besteht im Bewusstsein, dass Gott nicht nur die Hitze schickt, sondern sie mit guten Absichten in dein Leben bringt. Und wenn das Ziel der Absicht erreicht ist, wird er die kühle Brise und den Regenschauer schenken. Weil er in Christus nicht gegen, sondern für dich ist (Röm 5.6-10). Mit Vertrauen und Zuversicht in den, der einen ewigen Bund der Gnade mit dir geschlossen hat, wirst du auch in der Dürre nicht verdursten, sondern sogar weiterhin deine Frucht bringen.
von Andy Vetterli | Juli 21, 2026 | Gruss vom Pastor
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matth 5,14-16)
Jesus sagt seinen Nachfolgern: Ihr (Plural) seid das Licht (Singular) der Welt. Das ist also eine gemeinschaftliche Berufung. Es ist dunkel in der Welt. Die einzige Aufgabe, die ein Licht hat, ist zu leuchten. Ein Licht, das nicht mehr leuchtet, muss repariert, ausgewechselt oder zum „Schneider Umweltservice“ gebracht werden. Darum sagt Jesus, wir sollen das tun, was wir sind: als Licht leuchten. Doch was meint er genau damit? Ganz einfach: das Licht, das leuchtet, sind unsere guten Werke der Nächstenliebe. Denn Jesus sagt, wir sollen leuchten, damit sie unsere Werke sehen. Weiter sagt Jesus, unsere Werke weisen auf unseren Vater im Himmel hin. Seine Nachfolger handeln also in seinem Namen und lassen es die Welt wissen. Wobei “gute Werke” im umfassenden Sinn verstanden werden: Verkündigung der Wahrheit und praktischer Dienst am Nächten. Die Folge davon ist die Vermehrung der Ehre des himmlischen Vaters. So wird die Bitte: “Geheiligt werde dein Name” erfüllt. Mit anderen Worten: Gottes Name wird durch uns geehrt, wenn wir gute Werke in seinem Namen tun. Und die Ehre von Gottes Name wird vermehrt, wenn die Menschen diese Werke sehen und sich Gott hinwenden. Lass uns auch diese Woche das Licht anmachen. In der Ehe, Familie, am Arbeitsplatz, unter Freunden und Nachbarn.
von Andy Vetterli | Juli 14, 2026 | Gruss vom Pastor
Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe! (Joh 15,9)
Unerhört! Jesus liebt uns! Wie liebt er uns? Auf die gleiche Weise wie Gott der Vater Gott den Sohn liebt! Gibt es eine stärkere, reinere und vollkommenere Liebe als diese? Nein, das kann nicht sein. Es gibt keinerlei Makel oder Mangel in der Liebe Gottes zu seinem Sohn! Sie könnte stärker, reiner, vollkommener nicht sein! Und auf diese Weise liebt Jesus uns. Mit der gleich starken, reinen und vollkommenen Liebe! Darüber staune ich immer wieder. Denn die Liebe des Vaters zu seinem Sohn ist ja nicht verwunderlich. Ist doch Gott der Sohn vollkommen liebenswert. Er ist vollkommen rein, heilig und gut. Es gibt nichts, was den Vater irgendwie an seinem Sohn stören könnte. Jesus ist ohne Sünde. Ganz anders wir! Wie kann der vollkommen reine, heilige und gute Jesus uns unreine, unheilige und böse Menschen genau gleich lieben wie der Vater ihn liebt? Da ist doch gar nichts liebenswertes an uns! Und doch ist sie da, diese Liebe Jesu zu uns, seinen verlorenen und gefundenen Schafen!
In dieser Tatsache sollten wir täglich reichlich sonnenbaden. Ohne Sonnencreme, versteht sich, denn an dieser Liebe können wir uns nicht verbrennen!
Einzig, wir sollen in dieser Liebe bleiben. Wie bleiben wir in seiner Liebe? Oder, um im Bild zu bleiben: wie bleiben wir in der Sonne der Liebe Jesu? Antwort: “Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.” (V.10). Wir halten die Gebote Jesu (in aller Unvollkommenheit). So kommt keine “meteorologische Störung“, kein Schatten zwischen uns und unseren Herrn. Ich wünsche uns allen eine gesunde Bräune!
von Andy Vetterli | Juli 7, 2026 | Gruss vom Pastor
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, … (Matth 28:19)
Getauft wird mit Wasser auf den Namen … wörtlich heisst es “in den Namen hinein …“. Weder das Taufwasser noch der Taufakt rettet vor dem ewigen Verderben. Aber der Taufakt mit Wasser tut deshalb nicht nichts. Vielmehr stellt er eine objektive Verbindung her. Der Täufling ist vom Zeitpunkt der Taufe an unwiderruflich mit dem Namen, in den er hinein getauft wurde, verbunden. Er trägt nun den Namen Christi. In Antiochia wurden die Jünger erstmals „Christianou“ genannt (Apg 11,26). Wer getauft ist, ist ein „Christianer“. Was für eine Ehre und Würde, einen solchen Familiennamen zu tragen! Natürlich bringt diese Ehre auch Verantwortung mit sich.
Gottes Namen zu missbrauchen bedeutet darum nicht nur, Gott in Schimpfworten und Flüchen zu verwenden. Das auch, doch das Gebot geht viel tiefer. Das alte Israel wurde von Gott angeklagt: “Denn der Name Gottes wird um euretwillen gelästert unter den Heiden, … .” (Röm 2,24) Der Missbrauch des Namens Gottes beginnt da, wo diejenigen, die nach seinem Namen genannt sind, ihn „in den Schmutz ziehen“ durch ihr ungebührliches Verhalten. Darum beten wir im Unser Vater: “Dein Name werde geheiligt.“ Es ist der Wunsch und die Bitte, dass der Herr uns dabei hilft, dass wir am heutigen Tag seinen Namen würdigen, ihn mit unserem Verhalten ehren und mit unserer Zunge gut über ihn reden. Lasst uns diese Woche immer wieder dran denken: Wir sind „Christusträger“.
von Andy Vetterli | Juni 30, 2026 | Allgemein
Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten. Denn der HERR, dessen Name »Der Eifersüchtige« ist, ist ein eifersüchtiger Gott. (2. Mose 34:14)
Moment … Ist Eifersucht nicht etwas schlechtes? Spricht Lukas nicht negativ von der Eifersucht der Juden? Lehrt das Buch der Sprüche nicht, dass Eifersucht Wurmfrass für die Knochen ist? Warum soll bei Gott die Eifersucht plötzlich etwas Gutes sein? Um es kurz zu machen: Es gibt nur einen Gott und das ist JAHWE. Der dreieinige Schöpfer des Himmels und der Erde. Und wenn es nur diesen einen Gott gibt, ist es für Gott unmoralisch und falsch, die Menschen andere Götter, die gar keine sind, anbeten zu lassen. Es ist weder grosszügig, noch selbstlos. Wenn er ein vollkommen gutes Wesen ist, dann will er nicht, dass seine Geschöpfe von ihm, der lebendigen Quelle des Lebens, sich entfernen, um sich von schlammigen und giftigen Pfützen zu ernähren, Das hätte nichts mit Liebe zu tun, die dem Menschen den freien Willen lässt. Denn es wird sie krank machen und töten. Gottes selbstzentrierter Hinweis auf seine Herrlichkeit ist für die Menschen das ewige Leben!
Des Weiteren ist Eifersucht auch die richtige Antwort auf Untreue. Untreue ist böse, zerstörerisch, teuflisch und darum verabscheuungswürdig. Da letztlich der Bund, den Gott mit uns schliesst, ein Bund der ewigen Treue ist, wie der Ehebund, sollten wir uns nicht verwundern, wenn Gott auf diese Weise von sich spricht.
Gottes Eifersucht sollte für uns also nichts Unangenehmes, sondern etwas Positives sein. Er wacht darüber, dass wir uns nicht von ihm ab- und zu irgendwelchen Pseudogöttern hinwenden und damit zugrunde gehen. Seine Eifersucht zeigt uns, dass wir allein für ihn und für niemand anderes geschaffen und erlöst worden sind. Ihm allein sei die Ehre und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen.