Wenn eine Axt stumpf ist und man die Klingen nicht schleift, so muß man um so mehr Kraft anwenden; aber durch Weisheit kommt man zum Gelingen. (Prediger 10,10). 

Das Bild ist klar: wer sich unweise verhält, der hat viel mehr Mühe (der arbeitet sozusagen mit einer stumpfen Axt), als wer sich um Weisheit bemüht. Dabei ist Weisheit nicht in erster Linie Intelligenz. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit (Spr 9,10). Und die Furcht des Herrn ist kein Gefühl, sondern der feste Entschluss, nach Gottes guten Geboten zu leben. Jesus sagt einmal, nachdem er die Gebote Gottes erklärt hat, dass der kluge (weise) Mann sein Haus auf Felsen baut (Matth 7,24). Und auf Felsen bauen heisst, die Gebote Jesu (= die Gebote Gottes) nicht nur hören, sondern sie auch tun.

Das Gebot, sechs Tage zu arbeiten und einen zu ruhen, gehört zu Gottes Schleifmethoden. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der physischen Ruhe. Denn auch die Seele muss zur Ruhe kommen. Und das geschieht insbesondere dann, wenn die Gemeinde zusammen kommt, um sich gemeinsam erfüllen zu lassen von den kostbaren Wahrheiten der Erlösung. Darum sollte schon das alte Israel sich nicht nur ausruhen, sondern sich auch an die Erlösung aus der Sklaverei Ägyptens erinnern (5.Mose 5,15). Wie viel mehr sind wir aufgefordert, uns an die Erlösung aus der Sklaverei von Sünde, Satan und Tod zu erinnern? Lasst uns darum, wenn immer möglich, keinen Sonntag versäumen, Ruhe für den Körper und Ruhe für die Seele in der versammelten Gemeinde zu finden. Denn da ist der Auferstandene mit seinem Frieden (Joh 20,19.26)