Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wißt, daß die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. (Jak 1,2-3)

Eine gute Bekannte von uns nahm am vergangenen Sonntag am “Iron Man” Triathlon teil. Man schwimmt zuerst 3,2 Kilometer, dann fährt man 180 Kilometer mit dem Fahrrad und anschliessend rennt man noch 42 Kilometer. Der Sieger von 2024 schaffte die Strecke am gleichen Austragungsort in etwa 9 Stunden. 

Unsere Bekannte ist keine Profisportlerin, aber sie wollte einmal sehen, ob sie diesen renommierten Wettkampf zu Ende bringen kann. Ich sah zwei Fotos von ihr während des Rennens: einmal auf dem Fahrrad, einmal beim Langstreckenlauf. Beide Male lächelte sie. Okay, für’s Foto. Aber immerhin konnte sie nach Stunden der Hochleistung noch immer lächeln. Sie erachtete es offensichtlich als Freude, durch diese körperlichen und mentalen Strapazen zu gehen. Vermutlich nicht, weil sie sich gerade besonders gut fühlte. Aber warum denn dann? Sie achtete auf das grosse Ganze, sah das Ziel vor Augen. Ein Ziel zwar, dass für die wenigsten von uns besonders attraktiv ist. Sie jedoch lernte während einem Jahr Vorbereitungszeit ausharren, durchhalten, innere und äussere Widerstände, Zweifel und Entmutigung (und zwei gebrochene Finger nach einem Fahrradsturz) zu überwinden. Und das waren ihr die ganzen Anstrengungen offensichtlich wert! 

Auf ganz ähnliche Weise können wir mancherlei – ganz verschiedenartige – Anfechtungen und Prüfungen, die unser Herz beschweren, als Freude erachten. Wir bleiben nicht kleben in der gegenwärtigen Widerwärtigkeit, sondern erinnern uns und denken nach über den geistlichen Gewinn: die geistliche Reife, die Jesusähnlichkeit. In diesem Sinne, viel Freude in der kommenden Woche!