So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, … (Matth 28:19)
Getauft wird mit Wasser auf den Namen … wörtlich heisst es “in den Namen hinein …“. Weder das Taufwasser noch der Taufakt rettet vor dem ewigen Verderben. Aber der Taufakt mit Wasser tut deshalb nicht nichts. Vielmehr stellt er eine objektive Verbindung her. Der Täufling ist vom Zeitpunkt der Taufe an unwiderruflich mit dem Namen, in den er hinein getauft wurde, verbunden. Er trägt nun den Namen Christi. In Antiochia wurden die Jünger erstmals „Christianou“ genannt (Apg 11,26). Wer getauft ist, ist ein „Christianer“. Was für eine Ehre und Würde, einen solchen Familiennamen zu tragen! Natürlich bringt diese Ehre auch Verantwortung mit sich.
Gottes Namen zu missbrauchen bedeutet darum nicht nur, Gott in Schimpfworten und Flüchen zu verwenden. Das auch, doch das Gebot geht viel tiefer. Das alte Israel wurde von Gott angeklagt: “Denn der Name Gottes wird um euretwillen gelästert unter den Heiden, … .” (Röm 2,24) Der Missbrauch des Namens Gottes beginnt da, wo diejenigen, die nach seinem Namen genannt sind, ihn „in den Schmutz ziehen“ durch ihr ungebührliches Verhalten. Darum beten wir im Unser Vater: “Dein Name werde geheiligt.“ Es ist der Wunsch und die Bitte, dass der Herr uns dabei hilft, dass wir am heutigen Tag seinen Namen würdigen, ihn mit unserem Verhalten ehren und mit unserer Zunge gut über ihn reden. Lasst uns diese Woche immer wieder dran denken: Wir sind „Christusträger“.
