Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt! ( Psa. 42:6)
John Piper schrieb ein Buch mit dem etwas sperrigen Titel: „Die reinigende Kraft eines Lebens im Glauben an die zukünftige Gnade“. Darin spricht er ein Problem an, das er die “Schuldner Ethik” nennt. Damit bezeichnet er die vorherrschende Ansicht, dass unser christliches Leben vor allem durch die Dankbarkeit der in der Vergangenheit empfangenen Gnade motiviert sein soll. Gott hat uns etwas gegeben, jetzt sind wir ihm etwas schuldig. Piper zeigt auf, dass die Bibel den Christen jedoch öfters mit dem motiviert, was er noch empfangen wird. Der motivierende Blick ist also in die Zukunft gerichtet.
Der Psalmist spricht hier ebenfalls davon, was er in der Zukunft empfangen wird. Und das gibt ihm Ruhe in der Gegenwart. Natürlich hat er dieses Vertrauen in die Zukunft, weil er in der Vergangenheit erfahren hat, dass Gott auch in Zukunft treu sein wird. So ist also beides wichtig. Vertrauen in zukünftige Gnade im Wissen um die Hilfe, die man in der Vergangenheit schon erfahren hat. Lass uns zu Beginn dieser Woche vertrauensvoll auf die zukünftige Gnade blicken!
