Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam. (Sprüche 12,18)

Bestimmt haben alle von uns schon unbedacht geschwatzt und dadurch jemanden verletzt. Danach braucht es einiges an Kraft und Zeit, diese Verletzung wieder gut zu machen. Dabei ist die Zunge vom Herrn geschaffen worden, um Leben zu fördern. Wer weise ist, der trachtet nach „heilenden“ Worten. Damit sind nicht nur „nette” Worte gemeint. Man kann ja mit netten Worten auch unlautere Ziele verfolgen. So lehrt uns die Bibel auch: „reichlich sind die Küsse des Hassers.“ (Spr 27,6). Weisheit Zeichnet sich dadurch aus, dass man die richtigen Worte wählt, um heilsam zu wirken. Dazu gehören Fragen wie: “Wo braucht mein Gegenüber „Heilung“? Von körperlicher Krankheit? Von hartnäckigen Sündenmustern? Von Sturheit, seelischer Niedergeschlagenheit, Trauer oder Zweifeln, oder braucht es einfach ein kräftiges Lob für gute Arbeit? Oder die Frage: “Wie viel Worte braucht mein Gegenüber? Viele oder wenige?“ 

Das beste Beispiel einer weisen Zunge ist die unseres Herrn Jesus. Er fand stets das rechte Wort, weil er kam, um das Heil der Welt zu bringen. Selbst seine harten Worte sprach er aus, um den Menschen die Augen zu öffnen und sie zum Heil zu führen. Sein Herz war eben erfüllt von seiner Heilsabsicht. Und wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über. Er nannte Nathanael einen “rechten Israelit, in dem kein Trug ist”, Simon nannte er „Fels“. Er sagte den Aposteln: “Ich nenne euch meine Freunde“, zu einzelnen Heiden sagte er: “Fürchte dich nicht, glaube nur …“, und lobte ihren Glauben über alles, usw.

Lasst uns in seinen Fussstapfen folgen, unser Herz mit dem Heilswillen unseres Herrn füllen und noch bewusster unsere Zungen als Heilmittel einsetzen. Denn dazu hat der Herr sie geschaffen.