So will ich nun, daß die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel. (1.Tim 2,8)

Paulus leitet Timotheus an, die Gemeinde zu unterweisen, auch für Regierende zu beten. Denn Gott will, dass auch diese gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Werden Könige und Regierungsbeamte Christen, kann sich Gottes Reich in Ruhe und Frieden ausbreiten. Die obige Ermahnung sollte in diesem Kontext verstanden werden. Die damaligen lokalen und regionalen Regierungen waren den Christen oft nicht wohl gesonnen. Ungerechte Behandlung konnte durchaus Zorn auslösen. Wenn diese ungerechte Behandlung anhielt, konnten auch Zweifel aufkommen: “Was soll das ganze Beten? Es verändert sich ja doch nichts. Wir sollten jetzt endlich selber etwas tun, aktiv werden!“ Doch der Apostel will, dass die Männer vor allem eines tun: ohne Zorn und Zweifel beten, im Geist der Heiligkeit.
Denn wenn Gott will, dass auch Könige und solche in Hoheit gerettet werden, sollten wir ihm vertrauen und für diese Menschen beten. Egal, wie sich die Situation kurz- oder mittelfristig entwickelt. Denn Christus hat am Kreuz sein Blut auch für Könige und solche in Hoheit vergossen. Der Zorn des Mannes jedoch wirkt nicht Gerechtigkeit (Jak 1,19), aber das Gebet eines Gerechten vermag viel (Jak 5,16). Der Zweifler soll nicht meinen, etwas zu empfangen, aber wer glaubt, empfängt. (Jak 1,6) Das Gebet für die Regierungen soll also im Geist der Demut geschehen, mit der Überzeugung, dass Gott willig und fähig ist, die Herzen der Politiker zu ändern, für die sein Sohn sein Leben liess. Das soll an allen Orten geschehen, wo wir zum Gebet zusammen kommen. Ihr Männer, wo immer ihr seid, beten wir auf diese Weise? Lasst es uns noch öfter tun!