Denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit! (Jakobus 1,20).
Jemand hat Zorn beschrieben als “eine aktive Handlung der ganzen Person, die eine ethisch-moralische Verurteilung des wahrgenommenen Bösen zum Ausdruck bringt“ (Robert Jones, uprooting Anger). Mit anderen Worten: wenn ich zornig werde, dann reagiert meine Seele und mein Körper auf etwas, was ich nach meinem moralischen Masstab als falsch und böse wahrnehme. Wenn diese Definition richtig ist – und ich glaube, sie ist es – dann ist es weder möglich, noch wünschenswert, dass man nie zornig wird.
Der Zorn des Mannes, von dem Jakobus schreibt, ist entweder nicht durch etwas wirklich Böses ausgelöst worden, oder die Kraft des gerechten Zornes wird falsch eingesetzt. Übrigens, es gibt unter den falschen Auswirkungen des Zorns nicht nur den glutroten Zorn eines Vulkans. Es gibt auch den eiskalten, oder den verdrängten Zorn. Alle diese Formen richten Schaden an. Wie können wir als erlöste Kinder Gottes mit unseren Zorn umgehen? Wir fragen uns: ist das, was mich zornig macht, auch in Gottes Augen falsch oder böse? Wird eines seiner Gebote übertreten? Wenn nicht, tue ich Busse und bemühe mich weiterhin darum, mein Denken den Geboten Gottes anzupassen. Wenn ja, was mache ich mit der Kraft, die durch meinen Zorn frei gesetzt wurde? Was kann ich tun, um das geschehene Unrecht so anzugehen, wie es Gott gefällt? Als Beispiel: Jesus hat in seinem gerechten Zorn über unsere Sünden, alle Kraft eingesetzt, um sich selbst für uns hinzugeben. Gibt es auch in deinem Fall eine konstruktive Lösung? Beten wir darum.
