Und auf einmal war bei dem Engel die ganze himmlische Heerschar, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden unter den Menschen seines Wohlgefallens. (Lukas 2,13)

„Wäre schön …,“ denken Skeptiker, „von Frieden auf Erden ist seit 2000 Jahren nicht viel zu sehen. Nichts mehr als ein frommer Wunsch. Für Frieden muss man selber sorgen, da hilft kein Gott.“  Aber die Engel grenzen den Frieden auf Erden ein. Der Friede, von dem die Engel singen, ist der Friede, den jene erfahren, die dem Herrn wohlgefallen. Genauer, die Menschen, auf die er vor Grundlegung der Welt sein Wohlgefallen gerichtet hat. Er fängt damit an, dass er sie mit sich selbst versöhnt durch seinen Sohn Jesus Christus. Jesus ist die Grundlage des Friedens. Darum singen die Engel davon am Weihnachtstag, denn jetzt ist er da, der „Friedensstifter“, der für Frieden zwischen Gott und Mensch sorgt. Mit anderen Worten, Gott sorgt selber dafür, dass die Menschen seines Wohlgefallens ihm wohlgefallen, indem er sie mit dem Sühnopfer seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. Und das ist die beste Voraussetzung dafür, dass der Friede sich weiter ausbreitet. Wo immer mehr Menschen mit Gott versöhnt werden, wird Friede immer sichtbarer werden. Friede ist übrigens nicht einfach die Absenz von Krieg, oder der schwere, süssliche Zuckerguss über den tief schwelenden Konflikten. Friede ist auch die Fähigkeit, über Meinungsverschiedenheiten reden zu können und sich in Demut zu einigen, dass man sich nicht einig ist, ohne dabei das Band der Gemeinschaft zu zerreissen. In Christus, unserem Friedefürst, ist das möglich. Lasst uns weiter daran arbeiten. Darum ist es Weihnachten geworden!