Und etliche kamen zu ihm und brachten einen Gelähmten, der von vier Leuten getragen wurde. (Mk 2,3)

Doch um das Haus herum standen so viele Leute und das Haus war ebenfalls zum bersten voll. Was sollten sie tun? Warten und hoffen? Unanständig vordrängeln und die Leute verärgert? Oder es morgen noch einmal versuchen? Die vier Männer hatten eine andere Idee. Sie stiegen auf das Dach des Hauses, indem Jesus sich befand. Die meisten Häuser damals hatten Flachdächer, auf denen man sich aufhalten konnte. Dann fingen sie an, das Dach aufzubrechen bzw. abzudecken. ihren Freund mit seiner Liegematte seilten sie danach einfach ab, direkt vor Jesu Füsse.
Ich finde es erstaunlich, mit welcher Entschlossenheit die vier Männer vorgingen. Ihr gelähmter Freund war nicht fähig, selber zu Jesus zu gehen. Er war völlig kraftlos. So wurde er einfach getragen. Aber sie gingen noch weiter. Als ein unüberwindbares Hindernis auftauchte, liessen sie sich nicht entmutigen, sondern suchten einen anderen Weg. Und fanden ihn. Was motivierte sie? Der Glaube, dass Jesus ihrem Freund helfen konnte und wollte. Und dieser Glaube (Jesus sah ihren Glauben, nicht seinen Glauben) wurde von Jesus belohnt.
Fühlst du dich kraftlos? Wie ein Gelähmter, unfähig zu Jesus zu kommen? Sei versichert, du hast Freunde, die dich vor Jesus schleppen mit ihren Gebeten. Kennst du jemanden, der zu kraftlos ist, um selbst zu Jesus zu gehen? Lasst auch uns unsere „gelähmten“ Freunde, diejenigen, die kraftlos sind und nicht zu Jesus kommen können, mit ganzer Entschlossenheit zu Jesus tragen, mit Gebet und anderen kreativen Liebestaten, und beten und erwarten, dass Jesus unseren Glauben früher oder später belohnen wird.