Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. (Apg 2,4)

Das Pfingstwunder bestand darin, dass die Apostel und übrigen Jünger das Evangelium in Sprachen verkündeten, die sie nicht gelernt hatten. Mindestens 15 an der Zahl. Dies war einerseits ein Zeichen dafür, dass der Neue Bund sich jetzt auf die Nationen ausweitete und das Volk Gottes auch die Heiden mit einschliessen würde. Andererseits war es ein Zeichen des kommenden Gerichts für die ungläubigen Juden, des Ausbrechens der ungläubigen Zweige aus dem Olivenbaum (1.Kor 14,21-22, vgl. Jes 28,11-12; Röm 11,17). 

So oder so wird deutlich, dass die Folge der Fülle des Geistes das Reden von den grossen Taten Gottes ist (siehe auch Apg 4,31). Immer wenn Menschen mit Gottes Geist erfüllt werden, dann reden sie von Christus, denn der Geist Gottes verherrlicht Jesus. Während also die Frucht des Geistes Charaktereigenschaften hervorbringt, die denen von Jesus ähnlich sind, so bringt die Erfüllung mit dem Geist eine Zunge hervor, die Gott lobt. Und eine lobende Zunge führt zur Fülle des Geistes. Aus diesem Grund ermutigt uns Paulus: “werdet voll Geistes, indem ihr zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern redet… (Eph 5,18)“ ; Beides gehört zusammen: Leben und Reden. Die Gabe des Redens von Jesus in Sprachen, die man nicht gelernt hat, hat aufgehört. Was nicht heisst, dass das Reden von Jesus in den Sprachen, die wir gelernt haben, auch aufgehört hat. Dieses Pfingstwochenende ist eine gute Gelegenheit, uns darin zu üben. Der Geist des Herrn wird mit uns sein!