Denn so wahr der HERR lebt, der Gott Israels, der mich daran gehindert hat, dir Böses zu tun: Wenn du mir nicht so schnell entgegengekommen wärst, so wäre dem Nabal bis zum hellen Morgen nicht einer übriggeblieben, der an die Wand pißt! (1 Sam 25,34)

David, der in der Regel sehr besonnen war, wurde von einem reichen Mann namens Nabal gedemütigt. Dieser hatte sich geweigert, dem David und seinen Männern, die sich auf der Flucht vor Saul befanden, notwendige Lebensmittel zu geben. Und dies, obwohl die Leute Davids die Hirten und Herden Nabals vor Angreifern und Dieben beschützten. Jetzt war Davids Geduldsfaden gerissen. Er wollte sich an Nabal rächen. Da kommt ihm Abigail, die Frau Nabals entgegen. Sie war „eine Frau von gesundem Verstand und von schöner Gestalt” (V.3). Sie gab den Männern Davids heimlich, was ihr Mann ihnen verwehrte. Mit diesem schlichten Dienst tat sie gleich drei Dinge: Sie dämpfte den grossen Zorn Davids und bewahrte ihn davor, eine grosse Sünde auf sich zu laden. Sie ernährte eine Menge hungrige und Not leidende Menschen. Sie bewahrte mindestens ihre Söhne und alle männlichen Diener ihres Haushaltes vor dem sicheren Tod.
Jesus lehrt uns: “Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes heissen” (Matth 5,9). Das ist manchmal mit Risiken verbunden, wie im Falle Abigails. Doch weil Jesus mit seinem Tod den Frieden zwischen Gott uns uns gestiftet hat, müssen wir nichts mehr fürchten. Wir sind sicher in Gottes Hand. Und wer weiss, wie viele verschiedene Auswirkungen es hat, wenn unsere Bemühungen fruchten.