Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht. (Psalm 119,172) 

Erika Meier war eine ältere Frau, die im Durchschnitt jährlich 250 kleine Neue Testamente den Leuten verteilte, denen sie begegnete. Ob beim Arzt, beim Spaziergang oder beim Einkaufen, sie fand immer eine Gelegenheit, jemandem eine Bibel in die Hand zu drücken. Viele dieser Gelegenheiten hat sie in ihrem Tagebuch festgehalten (Wie ich Menschen zu Jesus führte – Tagebuch von Erika Meier, geschrieben von Barbara Läng, Hrsg. Gideons, Intl.). So war sie einmal unterwegs zur Strahlentherapie, um ihren Tumor behandeln zu lassen. Noch auf dem Parkplatz kam ihr eine junge hübsche Frau entgegen. Sie ging ein paar Schritte mit ihr zu deren Auto. Bevor die junge Frau einstieg, bot Erika Meier ihr eine Bibel an. Diese war sichtlich erfreut und nahm das kleine Büchlein gerne an. Dabei sagte sie, dass sie sich schon seit längerem eine Bibel kaufen wollte, weil sie diesen Jesus kennen lernen wollte. Und jetzt bekam sie sogar eine Bibel geschenkt! Die Freude war auf beiden Seiten gross. 

Die Frucht der treuen Aussaat von Gottes Wort wird wohl erst vollends deutlich, wenn die letzte Ernte eingefahren ist. Lasst uns Erika Meier zum Vorbild nehmen und ihren Platz einnehmen, denn sie ist schon seit einiger Zeit im Himmel angelangt, wo es nicht mehr nötig ist, Bibeln zu verteilen.