Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, … daß er euch … gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid … (Eph 3,14-17)
Stell dir ein Bäumlein vor, das in nahrhafte Erde gepflanzt worden ist. Du kannst fast zusehen wie es wächst. Wind, Kälte, Regen, Sonne, Hitze und Frost setzen der jungen Pflanze zwar manchmal zu, aber sie dienen nur dazu, dass das Bäumchen stärker wird. So viel liegt am richtigen Boden. Er darf nicht zu nass, zu trocken, zu lehmig, zu aufgelockert sein. Und er braucht die richtigen Nährstoffe. Auch muss er von Schädlingen frei sein.
Was ist der richtige Boden des Christen, der manchmal mit einem Baum verglichen wird (Psalm 1; Jeremia 17; Jesaja 61)? Es ist die Liebe Christi. Wer seine Wurzeln in die Liebe Christi gepflanzt hat, wächst gesund und gleichzeitig werden seine Wurzeln noch tiefer eingegraben. In der Liebe Christi verwurzelt sein bedeutet, dass man angefangen hat zu verstehen, wie gross die Liebe ist, die Christus zu einem hat. Wir, die als abtrünnige Geschöpfe ewige Strafe verdient hätten, sind von dieser Strafe befreit und zu Gottes Kindern gemacht worden. Warum? Weil Gott selber die volle Strafe bezahlt hat. Diese Liebe aber bleibt nicht in der Vergangenheit stehen. Sie ist aktiv. Sie erzieht, prägt, verändert uns, damit wir reifer und standhafter werden.
Nun, ich kann darüber schreiben und der Leser kann es lesen. Doch der Heilige Geist muss diese Wahrheit in unseren Seelen fruchtbar machen, damit sie uns bewegt und unsere Wurzeln noch tiefer in dieser Liebe eingegraben werden. Dies ist ein übernatürlicher Vorgang und darum beten wir dafür. Nicht nur für uns selber, sondern für die ganze Gemeinde. Lasst uns nicht aufhören damit, so dass wieder andere under dem Schatten unserer grünen Blätter Schutz und Erleichterung finden. Und selbst zu Pflanzen des Herrn werden.
