Wenn die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk; wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt es. (Sprüche 29,2)
Viel Seufzen hört man überall. Gottlose herrschen in Ost und West, Süd und Nord. Jesus hat es so beschrieben: “Ihr wißt, daß diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten, sie unterdrücken, und daß ihre Großen Gewalt über sie ausüben” (Mk 10,42). Wenn Gesetze nach Belieben ausser Kraft gesetzt oder umgedeutet werden, um die Grossen tun zu lassen, was immer sie wollen, dann hat das Volk Grund zum Seufzen.
Doch selbst in einer direkten Demokratie kann es zur Herrschaft des Gottlosen kommen, wenn die Mehrheit sich von Gott abwendet und sein Gesetz für nichtig erklärt. Dann wird das Seufzen der Minderheit lauter. Es gibt nur ein Gegenmittel. Die Gerechten müssen sich mehren. Denn das allein wirkt sich zum Positiven aus für das ganze Volk. Doch wie geht das? Nicht durch Lobbying und politische Strategie, sondern durch die fortwährende Evangelisation und Anleitung in Jüngerschaft, sprich: Jesusnachfolge. Und das ist und bleibt die Herausforderung und der Auftrag der Kirche in jeder Generation. Lasst uns unsere Kräfte weiterhin gemeinsam dafür einsetzen!
