Jona aber war in den untersten Schiffsraum hinabgestiegen, hatte sich niedergelegt und war fest eingeschlafen. (Jona 1,5)
Ein gewaltiger Sturm tobt auf dem Mittelmeer. So dass sogar die erfahrenen phönizischen Seemänner um ihr Leben fürchten und anfangen, zu beten. Nur Jona ist fest eingeschlafen, unten im Schiff. Das erinnert uns an die Szene mit den Jüngern Jesu, die auf dem See Genezareth ebenfalls in einen heftigen, bedrohlichen Sturm geraten. Jesus ist ebenfalls mit an Bord. Auch er ist – wie Jona – fest eingeschlafen und bekommt nichts mit. Zwei Stürme, zwei Gruppen von Seeleuten in Lebensgefahr, zwei Propheten die schlafen. Wo liegt der Unterschied? Jona schläft den Schlaf der Verdrängung, Jesus schläft den Schlaf des Gerechten.
Wenn die Stürme des Lebens um uns toben, sollten wir es nicht wie Jona machen: einfach verdrängen. “Es wird dann schon mal wieder aufhören”. Diese Haltung bekam ihm nicht gut. Sondern wir sollten uns an Jesus wenden, der die Stürme des Lebens komplett unter Kontrolle hat. Das sollten wir nicht panisch tun, wie die Jünger („Kümmert es dich denn nicht, dass wir umkommen?“), sondern im Vertrauen, dass der Herr die Ursachen kennt und uns mit der Weisheit seines Wortes durch den Sturm hindurch hilft. Dieses Vertrauen ist begründet in der Tatsache, dass Jesus für uns hinabsank, nicht in die Tiefe des Meeres, um vom grossen Fisch gerettet zu werden, sondern hinab in das Reich des Todes, um von der Kraft Gottes zu neuem Leben auferweckt zu werden. Er starb und trug unsere Sünde, damit wir nicht mehr sterben, sondern ewig leben werden. Die Auferstehung Jesu ist der Beweis dafür, dass die Sünde weg ist. Was für ein Beweis seiner Liebe!
