Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren (1.Petr 4,9)
Vor etwa einem Jahr fragte mich ein Bekannter, ob ich vielleicht ein Zimmer für ihn hätte, da er ein paar Tage Ruhe brauchte, um ein Kapitel für ein Buch zu schreiben. So verbrachte er einige Tage bei uns und nahm nebenbei ein wenig an unserem Leben teil. Einige Monate später war ich dann eingeladen, eine Woche bei einem wildfremden Ehepaar in Terre Hill, Pennsylvania, zu verbringen. Auch ich nahm an ihrem Leben teil. Beides waren erbauende Erfahrungen: Gastfreundschaft gewähren und empfangen. Im vergangenen Sommer meldete sich ein alter Freund aus den USA. Er wollte spontan ein paar Tage vorbei kommen. Kurz bevor wir in den Urlaub fuhren. Eigentlich sehr ungelegen. Innerlich fast ein wenig murrend sagten wir zu: Let’s do this! Es waren gesegnete Tage und der Herr sorgte dafür, dass wir noch genug Zeit zum Packen hatten.
Natürlich gilt es die „Kosten zu überschlagen“. Habe ich/ haben wir Raum, Zeit, Geld und Kraft, die Art Gastfreundschaft zu gewähren, die im Moment gefragt ist? Und vielleicht muss man auch einmal absagen. Und schliesslich geht es nicht darum, dem Gast Rund-um-die-Uhr-Unterhaltung zu bieten, sondern ihn teil haben lassen am täglichen Leben. Das aber kann uns und unseren Gästen zum Segen werden. Und das Beste dabei ist, die Liebe Jesu und die christliche Bruderschaft wird dadurch gefördert. Und vielleicht taucht auch mal ein Engel auf (Hebr 13,2).
