Jesus hat um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldet und dabei die Schande für nichts geachtet, und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt. (Hebr 12,2)
Jesu Blick war vor und während seines Leidens ganz auf die vor ihm liegende Freude gerichtet. Vor der Freude lag die Folter, die Kreuzigung, die Zornschale Gottes, ausgegossen über ihn. Aber Jesus sah mit den Augen des Glaubens durch diese Finsternis hindurch. Er sah die Freude der Auferstehung, die Freude, sein Volk zu erlösen, die Freude dem Vater zu gefallen, die Freude, die Herrschaft der Welt zu übernehmen. Er sah die Freude, seine Brüder und Schwestern einst im Himmel, in seiner Heimat, begrüssen zu dürfen, ihnen seine Herrlichkeit zu zeigen, die er beim Vater hat! Diese Gesinnung half ihm, seine schrecklichen Leiden in die richtige Perspektive zu rücken, sie zu ertragen.
Wir, seine Nachfolger, sollen uns mit dieser gleichen Gesinnung ausrüsten (1.Petr 4,1). D.h. wir sollen bereit sein für Jesus zu leiden, selbst wenn es uns, wie ihn, das Leben kosten sollte. Dabei hilft auch uns die vor uns liegende Freude. Was geschieht, wenn Christen getötet werden, weil sie Jesus treu geblieben sind? Sie kommen sofort zu Jesus! Sie sind sofort in der herrlichen Gegenwart bei Jesus und Gott, dem Vater! Sie sehen all die Geschwister, all die Gläubigen, die sie kannten und vor ihnen zu Jesus gegangen sind. Sie schliessen sich in die Arme, begrüssen sich, jubeln! Aller Schmerz, alle Trauer, alle Last, alles Schwere ist augenblicklich abgefallen und spielt gar keine Rolle mehr! Wir machen uns keine Sorgen mehr. Wir haben keine Ängste und Befürchtungen mehr. Diese Welt hier unten geht uns nichts mehr an. Man mag uns hier sogar mit dem Tod drohen. Aber dieser ist ja für uns nur ein Seitenwechsel. Er ist das Mittel zum Besten, was uns passiert kann: Bei Jesus zu sein! (Phil 1,22-23). Halten wir uns diese vor uns liegende Freude stets vor Augen.
