Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)
Die grosse Herausforderung für unsere beiden 2CV’s waren der Brenner- und der Arlbergpass. Etwas bange, aber zuversichtlich traten wir die Rückreise von Slowenien an. Schliesslich hatten wir einen kompetenten Reisebegleiter bei uns. Am Brennerpass verlangsamte sich mein Auto, je mehr ich auf’s Gas trat. Selbst als ich im vierten Gang mit Vollgas den Pass wieder herunterfuhr, wurde ich langsamer. Später, am Arlberg, verschlimmerte sich die Situation. Auch hier gab ich alles. Frisch getankt und mit Vollgas, zuerst im zweiten, dann im ersten Gang, fuhr ich den Pass hoch: Warnblinkanlage, am äussersten Strassenrand, mit ca 3 km/h … bis unser kompetenter Begleiter feststellte: defekte Benzinpumpe. Ich hatte also die ganze Zeit den armen Motor gequält, aber er konnte nicht mehr leisten, weil der Tank zwar voll war, der Motor aber zu wenig Benzin zugeführt bekam. Mein armer Döschi hatte ein „sprituelles“ Problem.
Manchmal geben wir in unserem Leben Vollgas. Bergauf, bergab. Wir machen Lärm, laufen heiss und doch keuchen wir im Zeitlupentempo voran. Dann ist es Zeit, unsere „Benzinpumpe“ zu kontrollieren. Vielleicht leidet meine Seele unter einem kleinen moralischen Defekt, der den in mir wohnenden Geist Gottes betrübt hat. Vielleicht führte eine geduldete, oder ignorierte Sünde, oder auch einfach die Vernachlässigung meiner innigen Beziehung zum Herrn zu einem „sprituellen“ oder besser: spirituellen Problem. Und das hat wiederum den segnenden Einfluss von Gottes Geist in meinem Alltag behindert oder gehemmt. Dann ist es Zeit für eine Reparatur. Dazu reicht die schlichte, aber ernst gemeinte Bitte um Vergebung des Wurzelproblems und danach die achtsame Pflege des täglichen geistlichen Lebens. Der Herr ist treu und freut sich über jede Umkehr und neue Hingabe seiner Kinder. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute Fahrt in die neue Woche.
