Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! (Phil 4,8)
Es scheint oft schwer zu sein, über das wahre, ehrbare, gerechte, reine und liebenswerte nachzudenken, weil die Gedanken von vielen Sorgen und negativen Dingen gefüllt sind. Wie kann man auch ein bereits volles Glas mit abgestandener, lauwarmer Cola von vorgestern mit neuem, frischen Mineralwasser füllen? Das geht nicht. Zuerst muss das Glas geleert und gereinigt werden. Danach ist wieder Raum für das perlende, kühle Mineralwasser. Was also ist zu tun?
Davon spricht der Apostel in den Versen zuvor: “Sprecht über alle eure Sorgen, Anliegen, Bitten und Gebete mit Gott. Bittet ihn um Hilfe. Sagt ihm danke, dass er sich bereit erklärt hat, euch zu helfen und es auch tun wird. Ladet bei ihm ab. Hörbar und konkret. Vertraut ihm, dass er sich darum kümmern wird.” Und jetzt ist das Glas leer und sauber. Aber es soll nicht leer blieben. Jetzt füllen wir es mit wahrhaftigem, ehrbarem, gerechtem, usw. Das erste, was mit diesen Worten beschrieben werden kann, ist unser Herr Jesus selber. Allein der Gedanke an ihn führt uns in die rechte Richtung. Denken wir nach, wie er seinen Jüngern und denen die ihn aufsuchten, begegnet ist.
Und dann segnen wir vielleicht die Person, die ein schlechtes Gefühl bei uns hinterlässt und sehen sie als Geschöpf Gottes, das Gnade und Liebe braucht. Oder wir fragen nach, wie es jemandem geht, von dem wir gehört haben, dass er in Not ist. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So füllen wir langsam das leere Glas und werden dabei erfrischt.
