Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome kamen sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, zu dem Grab. Und sie sagten zueinander: Wer wälzt uns den Stein von dem Eingang des Grabes? (Markus 16,1-3)
Die treuen Frauen merkten sich, in welches Grab ihr Herr noch vor dem Sabbat gelegt wurde. Dies musste offensichtlich schnell gehen, weil der Sabbat nächstens anbrach. Dann warteten sie den Sabbat ab und kamen nachher in aller Frühe – sie konnten es wohl kaum erwarten – zum Grab. Sie wollten Jesus die letzte Ehre erweisen, ihn für das endgültige Begräbnis zubereiten. Doch Unterwegs kam ihnen in den Sinn: “Da gibt es ja ein riesiges Problem! Wer wälzt uns den grossen Stein auf die Seite?” Sie schienen nichts zu wissen von den Soldaten, die beauftragt waren, das Grab zu bewachen. Aber was für eine Überraschung, als sie am Grab ankamen! Es war offen, Jesus war weg! Sie hatten nicht mit Gottes Eingreifen gerechnet. Ihre Rechnung war: 3 Frauen ÷ 1 grossen Stein = unmöglich.
Geht es uns nicht oft ähnlich? Wir sind beschäftigt mit den schweren Steinen, die uns im Weg stehen. Die harten Fakten des Lebens. Schwierigkeiten an der Arbeit. Verlust der Gesundheit. Risse in Beziehungen. Sie wiegen schwer, zu schwer, um sie selber beseitigen zu können. Aber wer sollte es tun? Dabei vergessen wir die Versprechen unseres Herrn. Ist es nicht ganz erstaunlich? Die Priester erinnerten sich noch am Tag der Kreuzigung daran, dass Jesus gesagt hatte, er würde auferstehen. Und liessen das Grab bewachen. Doch die Jünger vergassen in ihrem Leid alles, was sie vorher so oft gehört hatten.
Welche schweren Steine belasten zur Zeit deine Seele? Sprich mit deinem auferstandenen Herrn darüber, mit Geschwistern, denen du vertraust, und dann warte gespannt darauf, wie er sie zur Seite rollt.
