Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten. (Psalm 107,13)

Wer sind diese Schreienden? Sie werden in den Versen davor beschrieben. Es waren keine treuen Gläubigen, die sich in allem auf den Herrn verlassen hatten. Sie hatten sich Gottes Wort widersetzt. Sie hatten den Rat des Höchsten verachtet. Die Folge davon war, dass sie in schwere Notlagen gerieten. Jetzt konnte ihnen nur noch der helfen, den sie bisher verachtet hatten und dem sie sich widersetzt hatten. Dass sie es überhaupt wagten, Gott anzurufen! Und was tut der Herr? Er rettet sie aus ihren Ängsten. Er zeigt seinen Feinden sein wahres Herz und begegnet ihnen, indem er sie aus dem befreit, was ihnen Angst macht und ihr Leben bedroht. 

Wie viel mehr rettet der Herr diejenigen aus ihren Ängsten, die ihm vertrauen, wie ein Kind seinem lieben Vater vertraut! Als Jesus in seiner dunkelsten Anfechtung Qualen ausstand und zu seinem Vater betete, kam ein Engel vom Himmel und stärkte ihn (Lk 22,43). Der Herr wird auch denen zur rechten Zeit himmlische Hilfe senden, die mit seinem Sohn durch den Glauben verbunden sind. Denn er, der Sohn Gottes, ist unser Haupt, wir sind seine Glieder (1. Kor 12-13).