Glückselig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. (Matth 5,4)

Gefühle sprechen eine Sprache. Trauer z.B. sagt: “Ich habe verloren, was mir sehr wertvoll war”. In einer gefallenen Schöpfung gehört Verlust zum Leben. Wir verlieren Geld, Gesundheit, Unabhängigkeit, Hoffnungen, geliebte Menschen. Darum werden wir traurig. Selbst Jesus trauerte, als er seinen Freund Lazarus verlor. Und das, obwohl er wusste, dass Lazarus bald wieder auferweckt werden würde. Er kann also mit uns mitfühlen und macht uns keine Vorwürfe.
Hier preist Jesus die trauernden Bürger des Reiches Gottes zudem glücklich. Nicht, weil in der Trauer an sich irgend ein Glück liegt. Sondern weil es für die trauernden Jünger Jesu echten Trost gibt. Im letzten Buch der Bibel lesen wir: “Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, …” (Offb 21,4) Doch was ist das Zentrale dieser Aussage? Das finden wir einen Vers davor: „und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.” (Offb 21,3) Die unmittelbare Gegenwart Gottes wird so beglückend sein, dass der Schmerz und die Trauer über all unsere Verluste sofort für ewig gestillt sein wird. Das, was uns am wertvollsten ist – Gott selbst – wird dann für immer bei uns sein. Der Trost wird völlig sein. Das wird die Glückseligkeit sein, von der Jesus spricht. Doch schon jetzt dürfen wir durch den Geist Gottes in uns und unseren Geschwistern, die Nähe Gottes und sein Trost erfahren, wenn wir traurig sind. Das sind Momente der Erleichterung und Momente des Ausblicks auf das, was kommen wird. Nehmen wir Jesus beim Wort.